Kinder- und Jugendhilfeverein Weißenfels e.V.

des Kinder- und Jugendhilfevereins Weißenfels e.V.

 

§ 1

Name, Sitz und Rechtsform

  1. Der Verein trägt den Namen Kinder- und Jugendhilfeverein Weißenfels e.V..
  2. Der Sitz des Vereins ist die Stadt Weißenfels. Der Wirkungsbereich erstreckt sich auf den Burgenlandkreis.
  3. Der Verein ist in das Vereinsregister des Amtsgerichts Weißenfels unter der Nr. 176 eingetragen. Er ist anerkannter freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe.
  4. Der Verein ist Mitglied des Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverbandes- Landesverband Sachsen - Anhalt e.V..
  5. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.

 

§ 2

Zweck des Kinder- und Jugendhilfevereins

  1. Der Zweck des Vereins ist die Förderung der Jugendpflege und Jugendfürsorge.
    Der Satzungszweck wird verwirklicht durch die Anregung, Förderung und Durchführung von Maßnahmen der Jugendhilfe und Jugendpflege (z. B. Freizeitangebote, Lernhilfen, Übergangs- und Förderhilfen für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene, familienunterstützende Hilfen, Anleitung und Hilfen zur Erziehung).
  2. Das Ziel des Vereins ist soziale Benachteiligung abzubauen. Die Mitglieder unterstützen deshalb besonders bedürftige Kinder und Jugendliche sowie bei Notwendigkeit deren Hauptbezugspersonen, damit sie ihren Platz in der Gesellschaft finden.
  3. Der Verein setzt sich die Aufgabe, straffällig gewordenen Jugendlichen und jungen Volljährigen die Ableistung gemeinnütziger Arbeiten in Vereinseinrichtungen zu er-möglichen. Der Verein ist bereit, Betreuungsweisungen nach Urteil des Richters zu übernehmen, selbst durchzuführen oder auch in Zusammenarbeit mit bestehenden Ein-richtungen zu leisten, Maßnahmen zur Verhütung der Kriminalität und Verhinderung der Rückfälligkeit Straffälliger anzuregen und durchzuführen.
  4. Auf der Grundlage des Betreuungsgesetzes vom 12.09.1990 und der Gesetzesänderung vom 1.07.2005 übernimmt der Verein die Betreuung Volljähriger , die auf Grund einer psychischen bzw. körperlichen , geistigen oder seelischen Behinderung ihre Angelegenheiten ganz oder teilweise nicht selbständig regeln können.
    Die planmäßige Gewinnung, Beratung und Fortbildung ehrenamtlicher Betreuerinnen und Betreuer sowie Bevollmächtigter und die Information der Öffentlichkeit über Vorsorgevollmachten und Betreuungsverfügungen gehören zu den Aufgaben der für die rechtliche Betreuung bestellten Mitarbeiter des Kinder- und Jugendhilfevereins.
  5. Bei wirtschaftlich schlecht gestellten Jugendlichen/ Heranwachsenden übernimmt der Verein im Rahmen eines Sonderfonds (Opferfonds) im Bedarfsfall die Zahlung eines bestimmten Betrages, den der Jugendliche/ Heranwachsende zu einem vorher festgelegten Stundensatz abarbeitet.
  6. Die Leistungen des Vereins orientieren sich an den verschiedenen Lebenslagen und Fragen der körperlichen und seelisch- geistigen Entwicklung von Kindern/ Jugendlichen/ jungen Erwachsenen und ihrem sozialen Umfeld.

 

§ 3

Selbstlosigkeit

  1. Der Verein ist selbstlos tätig, er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke, sondern gemeinnützige Zwecke im Sinne der Abgabenordnung, Abschnitt „Steuerbegünstigte Zwecke“.
  2. Keine Person darf durch Ausgaben, die dem Zweck des Vereins fremd sind oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.
  3. Die Mitglieder erhalten bei ihrem Ausscheiden oder bei Auflösung des Vereins keinerlei Vermögensanteile zurück.

 

§ 4

Organe des Vereins

  1. Organe des Vereins sind:
    • Mitgliederversammlung
    • Vorstand

 

§ 5

Mitgliedschaft, Rechte und Pflichten der Mitglieder

  1. Mitgliedschaft
    • Mitglied des Vereins können natürliche und juristische Personen werden, die den Zweck des Vereins zu fördern gewillt sind. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand.
    • Ordentliches Mitglied kann werden, wer das 18. Lebensjahr vollendet hat. Die Aufnahme als Mitglied setzt die Anerkennung der Satzung voraus.
    • Förderndes Mitglied kann werden, wer den Verein materiell unterstützt. Auch eine juristische Person kann förderndes Mitglied werden.
    • Das Mitglied erhält einen schriftlichen Nachweis über seine Mitgliedschaft im Verein.
    • Die Mitgliedschaft endet durch Tod, Austritt oder durch Ausschluss.
    • Der Austritt eines Mitglieds ist nur zum Jahresende möglich. Er erfolgt durch schriftliche Erklärung gegenüber dem Vorstand unter Einhaltung der Frist von 3 Monaten.
    • Wenn ein Mitglied gegen die Ziele und Interessen des Vereins schwer verstoßen hat oder trotz Mahnung mit dem Beitrag für ein Jahr seit Anmahnung im Rück-stand bleibt, so kann es durch den Vorstand mit sofortiger Wirkung ausge-schlossen werden. Dem Mitglied muss vor der Beschlussfassung Gelegenheit zur Rechtfertigung bzw. Stellungnahme gegeben werden. Gegen den Ausschließungs-beschluss kann innerhalb einer Frist von 4 Wochen nach Mitteilung des Aus-schlusses Berufung eingelegt werden, über den die nächste Mitglieder-versammlung entscheidet.

      Anlage 1: Mitglieder des Vereins
      Anlage 2: Vorstand

  2. Rechte und Pflichten der Mitglieder
    • Die Mitglieder haben das Recht und die Pflicht, sich für die Verwirklichung der in der Satzung unter Zweck des Vereins festgelegten Ziele und Aufgaben einzusetzen.
    • Die Mitglieder haben die Pflicht, die Integrität des Vereins sowie die Schweigepflicht gegenüber Dritten zu wahren (Bestätigung durch Unterschriftsleistung) sowie ihren Mitgliedsbeitrag im festgesetzten Umfang zu entrichten.

      Anlage 3: Mitgliedsbeitrag

 

§ 6

Vereinsvermögen

  1. Das Vereinsvermögen wird gebildet aus Mitgliedsbeiträgen, Spenden, Bußgeldern, Zuwendungen von Stiftungen, Zuschüssen aus öffentlichen Mitteln und sonstigen Einnahmen.
  2. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen gemeinnützigen Zwecke verwendet werden, ausgenommen sind die Aufwendungen für den Verwaltungsbereich. Die Mitglieder erhalten in ihrer Eigenschaft als Mitglied keine Zuwendung aus Mitteln des Vereins. Mittel, die aus Mitgliedsbeiträgen resultieren, werden auf der Grundlage von Beschlüssen des Vorstandes und der Mitgliederversammlung verwendet.
  3. Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins fällt sein Vermögen an den Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband Landesverband Sachsen. Anhalt e.V. mit der Auflage, das erhaltene Vermögen ausschließlich und unmittelbar für gemeinnützige Zwecke zu verwenden.
  4. Die Finanzverantwortlichen sind gegenüber dem Vorstand berichterstattungspflichtig.
  5. Der Vorstand muss jährlich in der Mitgliederversammlung über die Verwendung der finanziellen Mittel eine Finanzabrechnung vorlegen.

 

§ 7

Struktur, Leitungsprinzip und organisatorische Regelungen

  1. Struktur, Leitungsprinzip und Vereinsvertretung
    • In der Mitgliederversammlung als oberstes beschlussfassendes Organ werden die Aufgaben und Zuständigkeiten sowie die Arbeitsrichtlinien für das laufende Jahr satzungsadäquat beschlossen.
    • Die Abrechnung der Aufgaben und die Erstattung der Tätigkeitsberichte erfolgen quartalsweise.
    • Die Mitgliederversammlung ist beschlussfähig, wenn mehr als die Hälfte der Mitglieder anwesend ist.
    • Die Mitgliederversammlung wählt den der Mitgliederstärke entsprechenden Vorstand für 2 Jahre.
    • Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, einem stellvertretenden Vorsitzenden, dem Schriftführer und dem Verantwortlichen für Finanzen.
    • Der Verein wird durch zwei Vorstandsmitglieder gerichtlich und außergerichtlich vertreten. Die laufenden Geschäfte der Vereinsverwaltung führt der Vorstand.
    • Der Vorstand ist für alle Aufgaben verantwortlich, die sich aus der Satzung und den Beschlüssen der Mitgliederversammlung ergeben. Dem Vorstand obliegen folgende Aufgaben:
      • Leitung der Arbeit des Vereins, einschließlich der Bereiche
      • Personal- und Finanzverwaltung sowie Beschaffungswesen
      • Durchführung der Beschlüsse der Mitgliederversammlung
      • Aufnahme und Ausschluss von Mitgliedern
      • Vorlage der Jahresberichte, einschließlich der Jahresabrechnung, in der ordentlichen Mitgliederversammlung
      • Entscheidung über Verwendung der Vereinsmittel.
    • Der Vorstand fasst seine Beschlüsse mit einfacher Mehrheit.
    • Bei Stimmengleichheit ist der Antrag abgelehnt.
    • Beschlüsse des Vorstandes können bei Eilbedürftigkeit auch schriftlich oder fernmündlich gefasst werden, wenn alle Vorstandsmitglieder ihre Zustimmung zu dem Verfahren schriftlich oder fernmündlich erklären. Schriftlich oder fernmündlich gefasste Beschlüsse sind schriftlich niederzulegen und vom Vorsitzenden sowie dem Schriftführer zu unterzeichnen.
    • Die Mitgliederversammlung wählt eine vom Vorstand unabhängige Revisionskommission, die jährlich einmal vor der Mitgliederversammlung berichtet.

  2. Organisatorische Regelungen
    • Die Mitgliederversammlung wird vom Vorsitzenden oder Stellvertreter einmal im Quartal einberufen. Die Einladung erfolgt schriftlich mindestens 10 Tage zuvor.
    • Außerordentliche Mitgliederversammlungen werden einberufen, wenn es der Vorstand für notwendig hält und wenn mindestens ein Viertel der Mitglieder unter Angabe der Tagesordnung schriftlich einen Antrag an den Vorstand stellt.
    • Über alle Beschlüsse ist ein Protokoll zu führen, das vom Vorsitzenden oder einem der Stellvertreter und dem Schriftführer unterzeichnet werden muss.
    • Die Auflösung des Vereins kann nur durch beschlussfähige Mitgliederversammlung (mehr als die Hälfte der eingetragenen Mitglieder anwesend) erfolgen.

 

§ 8

Satzungsänderungen

  1. Für Satzungsänderungen ist eine 3/4 Mehrheit der erschienenen Vereinsmitglieder erforderlich. Über Satzungsänderungen kann in einer Mitgliederversammlung nur abgestimmt werden, wenn auf diesen Tagesordnungspunkt hingewiesen wurde.
  2. Der Einladung muss sowohl der bisherige als auch der vorgesehene neue Satzungstext beigefügt werden.
  3. Satzungsänderungen, die von Aufsichts-, Gerichts- oder Finanzbehörden aus rechtlichen Gründen verlangt werden, kann der Vorstand von sich aus vornehmen. Diese Satzungs-änderungen müssen allen Vereinsmitgliedern alsbald schriftlich mitgeteilt werden.

Verabschiedet am 06. Mai 1991 in Weißenfels, überarbeitet und beschlossen am 22. September 1994 in Weißenfels, am 23. Oktober 1997 in Naumburg, am 30. Januar 2003, am 12.10.2005, am 14.06.2007, am 19.02.2009 und am 04.12.2014 in Weißenfels.